Zunftbaum

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Der Elleringhäuser Zunftbaum

Es ist nicht wirklich nachvollziehbar, woher die Idee kam, aber da „Krumen Haus“ schon seit Jahrzehnten dem Erdboden gleich gemacht worden war, bot sich der Platz nun einfach mal an. Und da weder die Ellerkusener, noch die Ellerkusenerinnen was anbrennen lassen, wurde umgesetzt, was auf dem „Halt mal grad‘ mein Bier Tagesplan“ stand.

Der Zunftbaum wurde ins Leben gerufen, aus dem Wald geholt, mit allerlei neumodernem Geäst geschmückt und in die heilige Erde der Dorfmitte gesteckt. In Beton und Stahl, so muss das sein.

Doch lies selbst…

Einen Bagger, einige fleißige Mitarbeiter, die gesamte Palette an Werkzeugen, von der Spitzhacke über Schaufel, Hammer, Lot und Seil, die Waaterwaage net verjessen, Schubkarre? Brauken mi auck.

So war es an der Zeit, den rechten Pfahl aus dem Wald zu klauben, den Förster betrunken, die Stihl am Start, nichts war dem Sinn nach Baumfällarbeiten um des Dorfbaumes Willen noch standhaft im Wege, es sollte sein. Und in Ellerkusen gibts kein wenn und aber.

Der Deutz zieht den Baum
Bauleiter Ditscho.
Kalla und Jumbo im Vermessungsmodus

Alsdann, Traktor, Leute, Seile und ne Menge Eifer, auf gings in den nahen Langen Wald, der einerlei überall um uns in Ellerkusen sozusagen drumherum gewachsen ist und den besten von allen, den geradesten, den schönsten und den, der am herrlichsten in die Seele unseres Dörfchens hinein passt, aussuchen. Dazu ein Gebet zu Baum- und Zunft-Ehren, schon geht’s heran mit Sägekettenkrawall und…

… da liegt er schon. So schnell kanns gehen.

Dieter (Ditscho) hatte längst das Loch gegraben, das verzinkte und extra für den Baum gefertigte Eisengerüst stand bereit, der Beton floss stets aber unaufhaltsam, Trecker, Mann, Frau, Kind und Wille sowie großer Kran für das Bäumchen im Anmarsch, so soll es sein.

„So lasset die Spiele beginnen“ 🙂

Der Richtspruch, gelesen von seinerzeit Ortsvorsteherin Renate Rohde, während Henner Rohde den Stamm mit frisch gezapftem Arolser Pils huldigt.


Auch die Kids hatten ihren Spaß

Das erste Mal ist immer auch das Schönste, und so waren neben reichlich vorhandenen Getränken, Bratwürsten, Steaks, Gästen, VIPs und Feierlichkeiten auch die Kinderturngruppen in herzhaftem Einsatz zugegen und trugen mit Inbrunst aktiv mit Show und Tanz dem Gelingen bei.

Quelle: WLZ, Mai 2005

22.01.2023

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