Renate Rohde Ortsvorsteherin

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Renate Rohde zur neuen Ortsvorsteherin gewählt – Hans Marowsky verabschiedet.
Generationswechsel in Elleringhausen

Auszug aus der WLZ (leider ohne Datum)

TWISTETAL-ELLERINGHAUSEN (ah). Ein Generationswechsel vollzog sich im Ortsbeirat von Elleringhausen. Renate Rohde wurde am Donnerstag abend im Dorfgemeinschaftshaus zur Nachfolgerin des langjährigen Ortsvorstehers Hans Marowsky gewählt.

Mit gemischten Gefühlen habe sie sich für das Ehrenamt beworben. Es sei schließlich schwer, einem „solchen Vorgänger zu folgen, erklärte die neue Ortsvorsteherin respektvoll. Den „Sprung ins kalte Wasser“ will die Hauswirtschaftsmeisterin und Landwirtin mit Unterstützung des pensionierten Oberamtsrats Marowsky und von Bürgermeister Günther Hartmann wagen. Aus der neuen „Mannschaft“ wurden Fritz Tönepöhl zum stellvertretenden Ortsvorsteher und Karl-Wilhelm Tepel zum Schriftführer gewählt.

So bedeutungsvoll und feierlich geht ein Ortsvorsteher-Wechsel selten über die Bühne: Nach einem Rückblick auf seine kommunalpolitische Arbeit in Elleringhausen und Twistetal übergab Marowsky der neuen Ortsvorsteherin neben dem Schlüssel für das Dorfgemeinschaftshaus und den Dienstsiegeln diverse Aktenordner zu verschiedenen Themen, die auch den neuen Ortsbeirat noch beschäftigen werden.

21 Jahre habe er als Ortvorsteher und als Abgeordneter der Gemeindevertretung Twistetal versucht, seinem Heimatdorf Gehör zu verschaffen, dabei aber auch die Interessen der gesamten Kommune verfolgt. Die Einordnung -„nicht die Unterordnung“ – Elleringhausens in die Großgemeinde sei mit Unterstützung des früheren Bürgermeisters Erhard Müller und seines Nachfolgers Hartmann gelungen.

Daß er, der gebürtige Frankfurter, jemals aufs flache Land ziehen würde, hatte Marowsky nicht geglaubt. Doch die Familie war während des zweiten Weltkriegs ausgebombt worden, er selbst hatte dann als Kriegsheimkehrer eine neue Heimat in Elleringhausen gefunden.

Eine sehr schmerzliche Phase habe das Dorf kurz nach der Kapitulation erlebt, berichtete Marowsky. 250 Flüchtlinge hätten mit Lebensmitteln versorgt werden müssen und ein Dach über dem Kopf benötigt. In dieser Zeit begann der Großstädter Marowsky in dem kleinen Dorf seine Verwaltungslaufbahn als Gemeindeschreiber. Er trat 1947 seinen Dienst bei der Kreisverwaltung in Korbach an, aus der der in Kommunalpolitik und Sportverbänden aktive Multi-Funktionär vor sechs Jahren als Oberamtsrat und damaliger Leiter des Amtes für Zivilschutz in den Ruhestand verabschiedet wurde.

In Elleringhausen war Marowsky bis zur kommunalen Neuordnung Gemeindevertreter und Erster Beigeordneter. Stolz erinnerte er sich am Donnerstag an die enormen Eigenleistungen der Bürger, etwa beim Bau des Dorfgemeinschaftshauses, das ein echter Dorfmittelpunkt geworden sei, nun aber dringend saniert werden müsse: „Durch die alten Fenster zieht’s schon seit langem“, erinnerte der scheidende Ortsvorsteher.

Marowsky, der aus gesundheitlichen Gründen auf sein Mandat in der neuen Gemeindevertretung verzichten mußte, sei über Jahrzehnte hinweg ein „Mann für alle Aufgaben“ gewesen, erklärte Bürgermeister Hartmann anerkennend. In der Kommunalpolitik seien er, Hartmann, und Marowsky nicht immer einer Meinung gewesen. Aber in sachlichen Gesprächen seien sie stets bestrebt gewesen, anstehende Probleme zu lösen. Mit Präsenten bedachten Hartmann und Ortsbeiratsmitglied Karl-Heinz Döhne Marowsky.

Die neue Ortsvorsteherin von Elleringhausen‚ Renate Rohde, mit ihrem Vorgänger Hans Marowsky (Mitte) und dem neuen Stellvertreter, Fritz Tönepöhl. (Foto: -ah-)

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